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Komodowaran

Varanus komodensis

Komodowarane leben auf der indonesischen Insel Komodo sowie einigen umliegenden Inseln. Fossilbefunde belegen, dass es die Tiere früher auch in Australien und Neuguinea gab. Dort starben die Tiere aus, wahrscheinlich, weil die Menschen die Eier absammelten. Die Insel Komodo und ihre umliegenden Inseln sind jedoch so schwer zugänglich, dass sie hier überleben konnten. 

Komodowaran-Weibchen werden vom Männchen vor der Paarung ausgiebig „bezüngelt“. Danach drückt er seinen Kopf auf ihre Schwanzwurzel und kratzt ihr den Rücken. Erst danach steigt er zur Paarung auf, oft erst nach mehreren Abwehrversuchen. Komodowarane können sich auch asexuell fortpflanzen (Parthenogenese). Aus den Eiern schlüpfen dann allerdings nur Männchen. Dies ist eine wirkungsvolle Strategie, um kurzfristig die Population schnell ansteigen zu lassen.

Die Jungtiere der Komodowarane schlüpfen nach acht Monaten Brutzeit und sind dann ca. 40 cm lang. Im ersten Lebensjahr wachsen sie auf das Doppelte heran. Auch wenn sie danach nicht mehr so schnell wachsen, können sie eine Länge von bis zu drei Metern erreichen. 

Junge Komodowarane leben fast ausschließlich auf Bäumen, wo sie Insekten und kleine Reptilien fressen. Werden sie größer, wechseln sie zu bodenlebender Lebensweise und erbeuten größere Wirbeltiere.

Komodowarane haben eine ausgefallene Jagdtechnik. Sie lauern ihrer Beute auf und attackieren sie mit einem Biss, der zunächst harmlos scheint. Doch mit dem Biss wird Gift in die Beute injiziert, das die Blutgerinnung hemmt. Das Beutetier erleidet einen Schock und verendet. Mit seinem ausgezeichneten Geruchssinn kann der Waran die vereendete Beute über mehrere Kilometer aufspüren.

Ausgewachsene Komodowarane ernähren sich überwiegend von Aas. Komodowarane verspeisen bis zu 80 Prozent ihres Körpergewichts. Sie müssen daher nur einmal im Monat fressen. Mehrere Warane können sich an einer Beute gütlich tun, solange die Hierarchie eingehalten wird.

Es werden auch kleinere Warane attackiert und gefressen

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