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Scharlachspint
Merops nubicus
Wie alle Spinte ist der Scharlachspint auf den Fang und Verzehr von Bienen oder anderen Insekten spezialisiert, die er im Flug erbeutet. Die Spinte sind daher auch unter dem Namen „Bienenfresser” bekannt. Scharlachspinte nisten in großen Kolonien mit bis zu 60 Nestern auf einem Quadratmeter, die sie in weiche Steilwände graben.
Die Niströhren können bis zu einem Meter tief sein und enden in einer kleinen Eikammer. Die Eier werden an aufeinander folgenden Tagen gelegt. Bringen die Altvögel Insekten in die Neströhren, fressen zunächst die älteren und stärkeren Jungvögel. Nur bei reichem Futterangebot kommen alle Jungvögel durch. Bei der Futtersuche helfen auch andere Altvögel aus der Kolonie.
Im Zoo wird den Spinten eine künstliche Wand aus Waschbeton und Lehm angeboten, in die sie ihre Nisthöhlen graben. Nach der Brut werden sie von den Pflegern wieder mit Lehm verklebt, und von den Vögeln jedes Frühjahr wieder neu ausgebaut. Ein echter Bienenstock in der Voliere sorgt übrigens dafür, dass die Spinte auch ihren Jagdkünsten nachgehen können.
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